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Inselspital erneut nach internationalen Qualitätsstandards für Zelltherapien zertifiziert

Immer mehr Menschen mit Krebs profitieren von Zelltherapien. Allein am Inselspital werden jedes Jahr mehr als 150 dieser Behandlungen durchgeführt. Das Programm für zelluläre Therapien (PZT) des Inselspitals wurde nun erneut nach den internationalen JACIE-Standards rezertifiziert. Damit bestätigt eine unabhängige internationale Prüfung, dass diese hochkomplexen Therapien auch weiterhin den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen.

Zelltherapien zählen zu den bedeutendsten Entwicklungen der modernen Krebsmedizin. Neben der seit Langem etablierten Stammzelltransplantation haben sich in den vergangenen Jahren neue Verfahren wie die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie etabliert. Dabei werden körpereigene Immunzellen so verändert, dass sie Krebszellen gezielt erkennen und bekämpfen können. Für Menschen, bei denen herkömmliche Therapien nicht mehr ausreichend wirken, eröffnen diese Verfahren neue Behandlungsmöglichkeiten. 

Am Inselspital umfasst das Programm für zelluläre Therapien insbesondere autologe Stammzelltransplantationen und moderne CAR-T-Zelltherapien. Gleichzeitig beteiligt sich das Zentrum an nationalen und internationalen Studien, um diese Behandlungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Qualität nach internationalen Standards
Die Entwicklung von Zelltherapien schreitet weltweit rasch voran. Laufend werden neue Therapien und neue Anwendungsgebiete zugelassen. Umso wichtiger ist es, dass diese hochkomplexen Behandlungen nach international überprüften Qualitätsstandards durchgeführt werden. Die JACIE-Zertifizierung ist ein international anerkanntes Akkreditierungsprogramm für Zentren, die Stammzelltransplantationen und Zelltherapien durchführen. Bewertet wird die gesamte Behandlungskette von der Gewinnung der Zellen bis zur Nachsorge. Mit der erneuten Rezertifizierung bestätigt JACIE, dass das PZT am Inselspital diese hohen Anforderungen seit mehr als 20 Jahren ohne Unterbruch erfüllt.

Spitzenmedizin ist Teamarbeit
Hinter jeder Zelltherapie arbeiten Fachpersonen aus Medizin, Pflege, Labor, Qualitätsmanagement und Forschung eng zusammen. Zur Behandlung gehören auch eine spezialisierte Aphereseeinheit sowie Labore, in denen die Zellprodukte verarbeitet werden. Prof. Dr. Thomas Pabst, Direktor des Programms für zelluläre Therapien an der Universitätsklinik für Medizinische Onkologie am Inselspital, erklärt: «Patientinnen und Patienten erleben meist nur einen Teil ihrer Behandlung. Tatsächlich arbeiten im Hintergrund viele spezialisierte Fachpersonen eng zusammen. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend für die Sicherheit und Qualität einer Zelltherapie.»

Innovation braucht verlässliche Standards
Die Entwicklung neuer Zelltherapien geht kontinuierlich weiter. Damit Patient:innen von diesen Fortschritten profitieren können, müssen neue Verfahren sicher und nach international überprüften Standards eingesetzt werden. Die erneute JACIE-Rezertifizierung bestätigt, dass das Programm für zelluläre Therapien am Inselspital dafür auch künftig die Voraussetzungen erfüllt.

Links
Universitätsklinik für Medizinische Onkologie
Universitätsklinik für Hämatologie und Hämatologisches Zentrallabor
Kinderklinik Bern

Experte
Prof. Dr. med. Thomas Pabst, Direktor Programm für zelluläre Therapien (PZT), Universitätsklinik für Medizinische Onkologie, Inselspital, Universitätsspital Bern und Universität Bern

Am Inselspital werden jedes Jahr mehr als 150 Zelltherapien durchgeführt.