Tumorboard für Thoraxmalignome

Die Kliniken des Lungenkrebszentrums am Inselspital Bern sind die Hauptansprechpartner für die Behandlung von Neubildungen der Organe im Brustkorb und des Brustkorbs selbst. Zu den Neubildungen werden sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren gezählt.

Zu den Neubildungen im Brustkorb gehören vor allem:

  • Neubildungen der Lunge
    (vor allem Lungenkarzinome)
  • Neubildungen des Rippenfells
    (vor allem malignes Mesotheliom)
  • Neubildungen des Mittelfells
    (Mediastinum)

Wöchentliche Tumorkonferenz

Die Spezialisten zur Behandlung von Neubildungen im Brustkorb treffen sich wöchentlich zur Besprechung aller Patientenfälle mit Neubildungen im Brustkorbbereich = «Tumorboard für Thoraxmalignome» (Tumorkonferenz).

Tumorboard für Thoraxmalignomefindet immer am Montag ab 15.30 Uhr statt.

Auch im weiteren Krankheitsverlauf werden bei speziellen Fragestellungen die Tumorfälle wiederholt am Tumorboard für Thoraxmalignome besprochen.

Mit Abschluss einer Tumor-Therapie erfolgt eine wiederholte Vorstellung und Besprechung am Tumorboard zur Dokumentation des Therapieerfolges.

Therapiebeschluss im Konsens

Die Besprechung von Neubildungen im Brustkorb finden ohne Präsenz der betreffenden Patienten statt. Wir sind der Auffassung, dass die behandelnden Ärzte Entscheide zuerst einmal frei treffen müssen, allein abhängig vom Zustand der Patienten, dem Tumortyp und dem Tumorstadium.

In einem zweiten Schritt besprechen die zuständigen Ärzte den Beschluss des Tumorboards für Thoraxmalignome mit den betroffenen Patienten. Wenn sich die Patienten gegen das beschlossene Vorgehen aussprechen, wird das wiederum am Tumorboard besprochen und dokumentiert. Wir sind bestrebt, einen Therapiebeschluss immer im Konsens zu treffen. Tumorfälle, bei denen der Therapiebeschluss im Konsens besonders schwierig ist, werden an einer speziellen Konferenz zweimal jährlich noch einmal diskutiert. Damit ist sichergestellt, dass das Kernteam zur Behandlung von Neubildungen im Brustkorb permanent bestrebt ist, seine Kompetenz zu hinterfragen und zu verbessern.