Studien zu Gynäkologischen Tumoren
Ovarialkarzinom
ENGOT-ov54/Swiss-GO-2/MATAO
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Titel deutsch |
MATAO: Maintenance Therapie/ Erhaltungstherapie mit Aromatasehemmer für Patientinnen mit epithelialem Ovarialkarzinom: eine randomisierte doppelblinde Placebo-kontrollierte multizentrische Phase III Studie. (ENGOT-ov54/Swiss-GO-2/MATAO) |
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Titel englisch |
MAintenance Therapy with Aromatase inhibitor in epithelial Ovarian cancer: a randomized double-blinded placebo-controlled multi-center phase III Trial (ENGOT-ov54/Swiss-GO-2/MATAO) including LOGOS (Low Grade Ovarian cancer Sub-study) |
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Beschreibung |
Femara (Letrozol) ist ein gut untersuchtes Arzneimittel und seit 15 Jahren von den Arzneimittelbehörden für Patientinnen mit Brustkrebs zugelassen. Letrozol gehört zur Gruppe der Aromatasehemmer. Es blockiert die Herstellung des weiblichen Steroidhormons Östrogen, welches das Wachstum von Östrogenrezeptor positiven Krebszellen fördert. Durch die tägliche Einnahme einer Tablette Letrozol (2,5 mg) wird das körpereigene Östrogen um 95% reduziert was bei Patientinnen im Rückfall das Wachstum der Krebszellen unterdrücken kann. Auch bei Eierstockkrebs können sehr häufig Österogenrezeptoren auf der Tumoroberfläche nachgewiesen werden. Deswegen könnte Letrozol auch für Frauen mit Eierstockkrebs ein potentiell geeignetes Medikament sein. Die Studie MATAO ist eine Medikamentenstudie, die die Wirksamkeit des Medikaments Letrozol auf das Tumorwachstum von Östrogenrezeptor-positivem Eierstockkrebs und die Verhinderung eines Rückfalls untersucht. Dabei wird Zeitspanne zwischen dem Start der klinischen Studie und dem möglichen Fortschreiten der Krankheit als sogenannter primärer Endpunkt, bewertet. Insgesamt sollen für die Studie rund 540 Teilnehmerinnen in Deutschland Österreich und der Schweiz eingeschlossen werden. Für die Schweiz alleine sind ca. 240 Teilnehmerinnen geplant. 50% der Patientinnen erhalten die Behandlung mit Letrozol und 50% der Patientinnen erhalten ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff (Placebo). Durch ein Computerprogramm erfolgt eine zufällige Zuteilung und weder die Teilnehmerin noch das Behandlungsteam wissen, wer das Studienmedikament Letrozol oder Placebo erhält. |
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Phase |
3 |
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Studienleitung |
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Study Nurse |
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Back-up |
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Status |
aktiv seit 08.03.2021 |
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BASEC Nummer |
2020-00148 |
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KOFAM |
SNCTP000004053 |
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WHO-Register-Nummer |
NCT04111978 |
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Insel-Nummer |
4605 |
Sakk OvCaR
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Titel deutsch |
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Titel englisch |
SAKK_OvCaR A retrospective and prospective registry of patients with ovarian cancer |
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Beschreibung |
retrospective and prospective registry of patients |
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Phase/Biobank/etc. |
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Studienleitung |
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Study Nurse Med. Onk. |
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Back-up |
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Status |
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BASEC-Nummer |
2023-01335 |
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KOFAM |
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WHO-Register-Nummer |
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Insel-Nummer |
5655 |
OV Precision
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Titel deutsch |
OV PRECISION: Eine randomisiert kontrollierte Schweizer Studie zur Untersuchung des Nutzens einer Biologie-spezifischen Krebstherapie bei fortgeschrittenem schwer therapierbarem Eierstockkrebs |
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Title englisch |
A randomized controlled Swiss trial examining the benefit of a tumor- and patient-specific cancer therapy in ovarian cancer |
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Beschreibung |
Bei etwa jeder zweiten Patientin mit Eierstockkrebs zeigt sich als Ursache für deren Entstehung ein Schaden in einem Reparaturmechanismus, der in gesunden Zellen dafür sorgt, dass sich das Erbgut immer wieder korrekt erneuert (HRD positiv). Diese Patentinnen erkranken eher an Eierstockkrebs, sprechen aber andererseits besonders gut auf die Standard-Chemotherapie mit Carboplatin an. Unsere Studie OV PRECISION ist speziell für die anderen 50%, die HRD negativen Patientinnen angedacht, von denen wir bereits wissen, dass sie nicht so gut auf die Standard-Chemotherapie ansprechen werden, dadurch eine schlechte Prognose haben und wir dringend bessere Therapiemöglichkeiten brauchen. Wir untersuchen die Anwendbarkeit einer zusätzlichen Behandlungsempfehlung durch umfassende biologische Informationen und die Besprechung in einem Expertengremium. Diese Empfehlung wird von einem spezialisierten sogenannten molekularen Tumorboard ausgesprochen, welche den behandelnden Arzt/ Ärztin in der klinischen Praxis bei der Behandlung der Patientin mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs unterstützen soll. OV PRECISION kombiniert verschiedene biologische Analysen, wertet die Ergebnisse als Ganzes aus und kann für jede teilnehmende Eierstockkrebspatientin die wirksamsten Medikamente/experimentellen Therapien unabhängig von der Standardbehandlung vorschlagen. In einer randomisierten Studie entscheidet der Zufall, ob die Teilnehmerin eine individuelle Behandlungsempfehlung erhält oder nicht. Dies merzt systematische Fehler aus und erzielt eine faire Verteilung. Die Versuchsgruppe erhält die Empfehlung, diskutiert diese mit dem Arzt/ Ärztin und führt gegebenenfalls eine individuelle, auf der Empfehlung-basierte Behandlung für maximal 42 Tage durch. Die Kontrollgruppe bekommt keine Behandlungsempfehlung und erhält deswegen die Standard-Chemotherapie (42 Tage). OV PRECISION wird an mehreren Schweizer Spitälern durchgeführt und ist auf 2 Jahre angesetzt. Wir erwarten insgesamt 60 Teilnehmende. |
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Phase |
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Head Clinical Trial |
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Study-Nurse |
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Back-up |
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Status |
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BASEC Nummer |
2023-02123 |
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Kofam-Nummer |
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WHO-Register-Nummer |
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Insel-Nummer |
6121 |
Merck TroFuse-021 (MK-2870-021)
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Titel deutsch |
Klinische Studie zu sac-TMT mit oder ohne Bevacizumab bei Patientinnen mit Ovarialkrebs. |
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Title englisch |
A Phase 3, Randomized, Open-label, Multicenter Study of MK-2870 Maintenance With or Without Bevacizumab Versus Standard of Care inParticipants With Newly-Diagnosed Advanced HRD-Negative Ovarian Cancer Following First-line Platinum-based Chemotherapy |
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Beschreibung |
Klinische Studie zu sac-TMT mit oder ohne Bevacizumab bei Patientinnen mit HRD-positivem Ovarialkrebs. Als Ovarialkrebs oder Eierstockkrebs werden verschiedene Krebserkrankungen bezeichnet, die das weibliche Fortpflanzungssystem betreffen. Viele der traditionell als «Ovarialkrebs» bzw. «Eierstockkrebs» bezeichneten Krebserkrankungen entstehen eigentlich in den Eileitern und breiten sich dann auf die Eierstöcke aus, andere Formen entstehen hingegen im Eierstock. Sie ist die 18. häufigste Krebserkrankung weltweit, mit über 320'000 neuen Fällen pro Jahr. Leider ist sie auch eine der häufigsten Ursachen für krebsbedingte Todesfälle bei Frauen. Überlebensraten und Diagnose: Etwa die Hälfte der Frauen, bei denen Ovarialkrebs diagnostiziert wurde, leben nach ihrer Diagnose noch mindestens 5 Jahre. Allerdings wird bei den meisten Frauen (etwa 70 %) die Diagnose erst gestellt, wenn die Krebserkrankung bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Wenn Ovarialkrebs frühzeitig erkannt wird und noch auf die Eierstöcke beschränkt ist, ist die Fünf-JahresÜberlebensrate sehr hoch (etwa 92 %). Wenn die Krebserkrankung jedoch bereits andere Körperteile befallen hat, sinkt die Fünf-Jahres-Überlebensrate auf etwa 32 %. Formen von Ovarialkrebs: Es gibt nicht nur eine Form von Ovarialkrebs, sondern verschiedene Varianten, die sich anhand des mikroskopischen Erscheinungsbilds der Krebszellen und ihrer genetischen Zusammensetzung unterscheiden. Diese Unterschiede erleichtern Ärztinnen und Ärzten die Wahl der besten Therapie für jede einzelne Patientin. Behandlungsoptionen: Gewöhnlich wird Ovarialkrebs zunächst operativ behandelt, um so viel Krebsgewebe wie möglich zu entfernen, gefolgt von einer Chemotherapie (ein Medikament, das Krebszellen abtötet). Zuweilen wird vor der Operation eine Chemotherapie durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern und so die Operation zu vereinfachen und sicherer zu machen. Dieser Ansatz empfiehlt sich insbesondere für Patientinnen mit fortgeschrittenem Krebs oder für diejenigen, die einen operativen Eingriff eventuell nicht gut vertragen würden. Die Chemotherapie bei fortgeschrittenem Ovarialkrebs wird häufig durch ein Medikament namens Bevacizumab ergänzt, mit dem das Wachstum der Blutgefässe, die den Tumor versorgen, gehemmt wird. Dieses Medikament wird normalerweise während der Chemotherapie verabreicht und danach bis zu 15 Monate lang weiter angewendet. Genetische Untersuchungen: Da Ovarialkrebs bei den einzelnen Patientinnen sehr unterschiedlich sein kann, sind genetische Untersuchungen besonders wichtig. Sie helfen Ärztinnen und Ärzten, die spezifischen Veränderungen der jeweiligen Krebserkrankung nachzuvollziehen und die beste Behandlung auszuwählen. Die Untersuchungen sind vor allem für Patientinnen mit bestimmten Formen von Ovarialkrebs zu empfehlen, wie hochgradigen serösen oder endometrioiden Krebserkrankungen. Was ist HRD? HRD steht für homologe Rekombinationsdefizienz. Das bedeutet, dass Krebszellen bei der Reparatur ihrer DNA Störungen aufweisen. Dadurch reagieren sie empfindlicher auf bestimmte Behandlungen wie platinbasierte Chemotherapien. Wenn die Krebserkrankung einer Patientin keine HRD aufweist, sind die Therapieoptionen begrenzter, können aber Bevacizumab oder andere Erhaltungstherapien umfassen. Die weiteren Therapieoptionen nach der Erstlinientherapie weisen oft ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Profil mit einer geringen Ansprechrate auf, weshalb neue Therapieansätze erforscht und neue Medikamente entwickelt werden. |
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Phase |
3 |
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PI |
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Study-Nurse |
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Back-up |
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Status |
Für Patientenrekrutierung offen: 09.04.2026 |
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BASEC Nummer |
2025-02623 |
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Kofam-Nummer |
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WHO-Register-Nummer |
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Insel-Nummer |
6324 |

